Zu den Gesprächspartnern des Regierungschefs gehören der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten, Michael Needham, der stellvertretende Handelsminister Paul M. Dabbar und einer der stellvertretenden Verteidigungsminister, Unterstaatssekretär Elbridge A. Colby. Ein Höhepunkt der Reise ist die Feier zum Tag der Deutschen Einheit am 6. Oktober in der Deutschen Botschaft in Washington mit rund 2700 Gästen; auch zahlreiche hessische Unternehmen sind dort vertreten. Hessen richtet die Feier in diesem Jahr gemeinsam mit der Botschaft aus.
Lesedauer:3 Minuten
Hessen ist ein starkes Land mitten in Europa und ein wichtiger Partner der Vereinigten Staaten.
Kurz vor der Reise sagte Regierungschef Rhein: „Hessen ist ein starkes Land mitten in Europa und ein wichtiger Partner der Vereinigten Staaten. Gerade wenn die politischen Verhältnisse nicht einfach sind, ist es wichtig, die Gesprächskanäle offenzuhalten und die transatlantische Zusammenarbeit weiter zu stärken. Die USA sind unser größter Handelspartner und damit von herausragender Bedeutung für Hessens Wirtschaft. Ich möchte die Reise nutzen, um unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen und neue Impulse für die Kooperation bei den Themen Sicherheit und Innovation zu setzen.“ Das Handelsvolumen zwischen Hessen und den USA lag im Jahr 2025 bei rund 28,4 Milliarden Euro. Die Direktinvestitionen US-amerikanischer Unternehmen in Hessen belaufen sich auf mehr als 47 Milliarden Euro. Zahlreiche amerikanische Unternehmen sind in Hessen vertreten und profitieren vom Zugang zum deutschen und europäischen Markt.
Ministerpräsident Rhein sieht in der amerikanischen Sicherheitspräsenz in Hessen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und Europas. In Hessen leben und arbeiten etwa 20.000 US-Militärangehörige. Das Hauptquartier der US Army Europe and Africa befindet sich in Wiesbaden. „Hessen nimmt eine strategische Schlüsselrolle ein als einer der wichtigsten Standorte für das US-Militär in Europa. Die amerikanische Präsenz in unserem Land hat für uns immer auch Schutz und Sicherheit bedeutet. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die US-Streitkräfte auch in Zukunft in Hessen bleiben. Ich freue mich darauf, mich auf meiner Reise über Fragen der Sicherheit und die weitere Entwicklung der transatlantischen Zusammenarbeit auszutauschen.“
Politische Gespräche und Termine zu Sicherheit, Wirtschaft und Innovation
Seine Reise führt Ministerpräsident Boris Rhein zunächst in das politische Zentrum nach Washington. Begleitet wird er dabei von Staatsminister Manfred Pentz. In Washington wird sich der Regierungschef unter anderem mit dem stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten, Michael Needham, dem stellvertretenden Handelsminister Paul M. Dabbar sowie dem Unterstaatssekretär für Verteidigung, Elbridge A. Colby, austauschen. Zudem sind Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Center for Strategic and International Studies vorgesehen.
In New York ist unter anderem ein Besuch im Montefiore Medical Center vorgesehen. Rhein wird dabei von Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt, und Prof. Dr. Jürgen Schäfer, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für unerkannte und seltene Erkrankungen Hessen e. V. (FUSE) und Leiter des Zentrums für unerkannte und seltene Erkrankungen am Universitätsklinikum Gießen-Marburg, begleitet. Auch Rheins Frau Tanja Raab-Rhein wird als Schirmherrin von FUSE an dem Termin teilnehmen. Das Krankenhaus hat sich auf die Behandlung seltener Krankheiten spezialisiert und ist weltweit eine der führenden medizinischen Einrichtungen in diesem Bereich. Geplant sind außerdem Termine beim KI-Start-up Aaru und an der New Yorker Börse. Rhein wird auch das 9/11 Memorial besuchen und dort mit aktiven und pensionierten Feuerwehrleuten des „Fire Department of New York“ zusammentreffen, die am 11. September 2001 im Rettungseinsatz waren.
Die Reise steht zugleich im Zeichen mehrerer Jubiläen: Hessen feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen, die Vereinigten Staaten den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Zudem besteht die Partnerschaft zwischen Hessen und Wisconsin seit 50 Jahren.
Staatskanzlei
Tobias Rösmann
Regierungssprecher
Staatskanzlei